Achtsamkeit und Meditation: Was ist der Unterschied?

Achtsamkeit und Meditation: Was ist der Unterschied?

von Andrea 16. Mai 2019

Meditation … Achtsamkeit … Mindfulness … Achtsamkeitsmeditation: Die Begriffe liegen im Trend und werden oft synonym verwendet oder durcheinander geworfen.

Ist das schlimm? Wir finden: nein. Wozu Wortklauberei betreiben und es zu kompliziert machen? All diese Techniken laufen auf ähnliches hinaus: Konzentration, Wahrnehmung, Beruhigung unseres so sprunghaften Geistes.

Unsere Meinung: Solange sich jemand mit Achtsamkeit und/oder Meditation auseinandersetzt, spielen die genauen Begriffe keine großen Rolle. Trotzdem (weil wir es immer mal wieder gefragt werden), versuchen wir uns an einer kleinen Definition:

Was ist Meditation?

Mediation ist eine Art Überbegriff für verschiedene Techniken, die alle ähnliche Auswirkungen haben: der Geist wird beruhigt, die Konzentration und Ausgeglichenheit wird gesteigert.

Es gibt unzählige Arten von Meditation, die nicht immer leicht voneinander abzugrenzen sind. Zen, Transzendentale Techniken, Mantra-Singen oder intensives Beten: All diese Methoden zählen zu Meditation.

Obwohl so unterschiedlich, ist das Grundprinzip immer ähnlich: Meditieren ist eine Art Konzentrationsschulung, bei der sich auf ein Bild, auf Gefühle, Gedanken oder ein Mantra konzentriert wird. Meist ziehst du dich zum Meditieren zurück und nimmst dir Minuten oder sogar Stunden (!) Zeit dafür.

Anders formuliert: Beim Meditieren liegt der Fokus auf der Schulung der Konzentration – und der Fähigkeit, Gedanken und Empfindungen ziehen zu lassen mit dem Ziel, einen ruhigen Geist zu schulen.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit dagegen ist mehr eine Wahrnehmungsschulung. Es geht darum, im aktuellen Moment zu sein, Gedanken, Gefühle, Gerüche, Emotionen wahrzunehmen. Zum Beispiel könntest du dich komplett darauf konzentrieren, eine Tasse Tee zu trinken, den Duft zu riechen und die warme Tasse in den Händen zu spüren.

Es geht darum, präsent zu sein, nicht abwesend in Gedanken oder überwältigt von Gefühlen.

Du siehst schon, Achtsamkeit geht immer und überall, dafür musst du nicht irgendwo in einer stillen Ecke auf einem Kissen sitzen. Der englische Begriff Mindfulness ist dir in diesem Zusammenhang sicher auch schon über den Weg gelaufen.

Bei der Achtsamkeit bleibst du im aktuellen Moment und nimmst wahr – wie es dir jetzt gerade geht, was du fühlst, siehst, riechst, hörst.

Gut, jetzt haben wir zwei Begriffe, die schon einen gewissen Überlapp haben. Und den weiten wir jetzt sogar noch aus:

Und was ist dann Achtsamkeitsmeditation?

Wenn Achtsamkeit das Thema präsent sein und wahrnehmen in den Mittelpunkt stellt und Meditation auf Konzentration aus ist, dann ist der Begriff schnell geklärt:

Bei der Achtsamkeitsmeditation nimmst du dir Zeit für dich, z.B. 5 Minuten, und konzentrierst dich auf den aktuellen Moment, auf deine Gefühle, auf deinen Körper oder auf deinen Atem. Dabei geht es nicht darum, etwas ändern zu wollen, sondern rein ums Beobachten, ums Nicht-Bewerten, ums Akzeptieren.

Wenn du diese Dinge in den Mittelpunkt rückst, dann steigerst du deine Fähigkeit, den aktuellen Moment wahrzunehmen, ohne ständig abwesend in Gedanken zu sein.

Fazit

Zusammengefasst ganz einfach:

  • Meditation: Ein Überbegriff für Konzentrationstechniken, bei der sich bewusst auf ein bestimmtes Objekt wie ein Bild, ein Mantra oder den Atem konzentriert wird, um den Geist zu beruhigen und die Konzentration zu steigern.
  • Achtsamkeit: Eine Wahrnehmungstechnik, bei der der aktuelle Augenblick bewusst wahrgenommen wird. Achtsamkeit kann immer und überall praktiziert werden.
  • Achtsamkeitsmeditation: Eine Art von Meditation, bei der die Konzentration auf den Atem, Körperwahrnehmungen und den aktuellen Moment geschult wird.

Die drei Begriffe werden oft synonym verwendet und überlappen sich auch in vielerlei Hinsicht. Das Schöne ist: Du musst die Begriffe nicht auswendig lernen – für die tägliche Meditationspraxis spielt die genaue Bedeutung keine große Rolle.

Bildnachweis: artist on unsplash

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