Wie ein Dankbarkeitstagebuch dich glücklich machen kann und welche Herausforderungen es mit sich bringt

Hast du schon mal ein Dankbarkeitstagebuch geführt? Ich schon. Warum es nie funktioniert hat und wie ich es jetzt trotzdem für mich umsetze, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist ein Dankbarkeitstagebuch?

Ganz einfach: Ein Notizbuch (oder ein Zettel, ein Block – was auch immer), in das du jeden Abend die Dinge notierst, für die du dankbar bist.

Als Esoterik-allergischer Mensch hat mich das erst abgeschreckt. Irgendwann habe ich darüber gelesen, dass wir nicht immer für die „Schönheit und Liebe dieser Welt“ dankbar sein müssen, sondern es viele kleine Dinge im Alltag gibt.

Ja, das leuchtet mir ein. Aber warum genau sollte ich das aufschreiben?

Was bringt ein Dankbarkeitstagebuch?

So ein Tagebuch ist eine tolle Sache:

  • Es soll dein Bewusstsein auf die schönen Dinge lenken, statt immer nur grau in grau zu denken.
  • Es soll dein Stress-Level senken.
  • Es macht glücklich.
  • Es zeigt dir, was dir wirklich wichtig ist.
  • Es lässt dich besser und zufriedener einschlafen.
  • Es schärft dein Bewusstsein für positive Dinge während des ganzen Tages.
  • Wenn es mal schlecht läuft, kannst du dich an viele schöne Momente erinnern – schwarz auf weiß für die Ewigkeit festgehalten.
  • Es lässt dich … nun ja … dankbarer sein!

Glück, Zufriedenheit, leichteres Einschlafen? Will ich haben!

Wie meine Versuche scheiterten

Ich habe es versucht. Schon mehrfach. Und das lief jedes Mal ungefähr so:

  1. Ich habe mir ein hübsches Notizbuch gekauft.
  2. Den passenden Stift gab es dazu.
  3. Ich habe es mir auf den Nachtschrank gelegt, damit ich es nicht vergesse.
  4. Ich habe mir fest vorgenommen, jeden Tag mindestens drei Dinge zu notieren, für die ich dankbar bin.

Der erste Tag lief gut. Der zweite auch. Einmal hab ich es sogar geschafft, für zwei Wochen täglich meine dankbaren Gedanken zu notieren. Doch dann kam er: Der Schlendrian. „Heute nicht, morgen wieder“ war immer der Anfang vom Ende – so wie es mit so vielen Gewohnheiten ist.

Spätestens nach dem zweiten gescheiterten Versuch hätte ich bemerken sollen, dass ein neues Notizbuch unnötig ist. Trotzdem habe ich mir immer wieder einen Motivationsschub durch ein hübsches Büchlein erhofft. Fehlanzeige!

Warum klappt das nie dauerhaft?

Warum das regelmäßige Notieren von Dankbarkeit nicht gelungen ist

Ganz einfach … wenn ich schlafen gehe, bin ich in der Regel müde. Der Tag war lang, ich möchte mich hinlegen. Vielleicht noch lesen. Oder andere schöne Dinge tun. Was ich nicht möchte: mich in einem kühl-durchgelüfteten Schlafzimmer hinsetzen und etwas tun, was sich wie Büroarbeit anfühlt.

Viele andere scheinen das Problem nicht zu haben – bei mir war es jedoch so.

Tipps zum Dranbleiben

Zum Glück gibt es ein paar Tipps, wie du trotzdem dranbleiben kannst:

  • Falls dir im Bett auch sofort die Augen zufallen oder du schlichtweg keine Lust hast: Nimm dir vor, das Tagebuch schon früher zu schreiben, vielleicht kurz nach dem Zähneputzen oder der Tagesschau. Such dir irgendeinen Moment des Tages aus, der sich für dich passend anfühlt.
  • Setze dir regelmäßige Termine, an denen du dein Tagebuch durchliest. Und an denen du dich an deine Motivation erinnerst. Mach dir klar, wie viel Gutes dir das tägliche Aufschreiben bringt.
  • Nimm das Dankbarkeitstagebuch in deine täglichen Gewohnheiten auf. Zum Nachverfolgen eignet sich ein praktischer Habit Tracker.

Alles gute Tipps – und trotzdem mache ich es anders.

Mein persönlicher Weg

Ich suche immer nach Wegen, wie gute Methoden für mich funktionieren. Das Aufschreiben war es offensichtlich nicht – trotz der vielen Vorteile.

Was tue ich stattdessen?

Ganz einfach: Kurz vorm Einschlafen, wenn die Augen schon geschlossen sind, führe ich mein Dankbarkeitstagebuch in Gedanken. Ich gehe all die Momente durch, die ich an diesem Tag schön fand. Oft schlafe ich mit einem Lächeln ein.
Klar, ich schaffe mir keine dauerhafte Dokumentation, hab auch kein hübsches Büchlein, ich mach es nicht einmal jeden Tag! Aber ich ziehe es durch. Und das schon sehr lange. Ein weiterer Vorteil: In Gedanken sammle ich viel mehr schöne Dinge, als ich sie aufschreiben würde. Find ich gut.

Eine typische Dankbarkeitsliste

Neugierig? Vielleicht langweilt dich meine Liste. Aber diesen Artikel schreibe ich an einem Abend, habe also genügend Dinge für eine beispielhafte Liste gesammelt. Also, heute war ich dankbar für

  • die noch haltbare Milch fürs Müsli
  • die Tatsache, dass ich gesund mein Morgen-Yoga absolvieren kann
  • die zündende Idee für einen neuen Roman
  • meine kuschligen Socken
  • den kurzen Sonnenstrahl, als ich in der Mittagspause spazieren war
  • Herr B., der sich zum hundertsten Mal mein Gejammer über ein aktuelles Projekt angehört hat
  • die Mango, die heute perfekt reif und saftig war
  • meine Freundin, die ich mit meinen Problemen nerven kann
  • den Moment, als ich den Kochtopf gerade vor dem Überkochen bewahrt habe
  • das herrliche Gefühl, ein Stück meiner Lieblingsschokolade im Mund zergehen zu lassen
  • die Sitzheizung im Auto
  • die Tatsache, dass ich in einer grandiosen Landschaft leben darf
  • das knisternde Feuer im Kamin

… und so weiter. Der Tag ist noch nicht rum 🙂

Fazit

Das Konzept des Dankbarkeitstagebuchs finde ich großartig! Es sind die vielen kleinen Dinge, die schön und bemerkenswert sind. Auch wenn ich es nicht geschafft habe, alles aufzuschreiben, so freut es mich doch jedes Mal, wenn ich einen kleinen Grund zur Freude finde und ihn bewusst vor dem Einschlafen noch einmal heraufbeschwöre.
Mein klarer Appell: Probier es auch mal aus!

Bildnachweis: Courtney Hedger on Unsplash

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