Fünf Verhaltensweisen, die dein Leben verbessern werden

Was sind die Fünf Niyamas?

Kennst du die Fünf Yamas? Sie kommen aus der Yoga-Philosophie und beschreiben die bestmögliche Verhaltensweise und Haltung zu deiner Umwelt. Es gibt aber auch noch die Fünf Niyamas.

Den Unterschied zwischen den Fünf Yamas und Fünf Niyamas beschreibe ich am besten so:

  • Die Fünf Yamas sind wie eine yogische Gebrauchsanleitung zum Umgang mit “den anderen”.
  • Die Fünf Niyamas geben Empfehlungen zum Umgang mit “dir selbst”: Es geht darum, wie du achtsam und liebevoll mit dir selbst umgehst. Diese Ratschläge stammen aus der Yoga-Philosophie von Patanjali, dem Verfasser eines wichtigen yogischen Standardwerks.

Keine Sorge.

Wir werden jetzt nicht super-spirituell oder eingestaubt.

Ich hab die Fünf Niyamas für mich in die “Jetztzeit” übersetzt und wenn du weiterliest, wirst du überrascht sein, wie zeitgemäß und treffend diese alten Weisheiten heute noch sind!

Wofür stehen die Niyamas nicht?

Es sind keine Gebote, oder Gesetze, bei deren Nichtbeachtung Sanktionen oder Strafen ausgesprochen werden. Das klingt doch schon mal entspannend, oder?

Und womit fängt man an? Yamas? Niyamas?

Gute Frage.

Die Antwort darauf: Es gibt keine “Reihenfolge”, die du einhalten solltest. Es geht eher darum, den Kopf offen zu lassen und darauf zu achten, wie du mit dir selbst und anderen umgehst.

Das sind die Fünf Niyamas:

Shauca – Sauberkeit, Reinheit

Diese Verhaltensweise steht nicht nur für körperliche Reinheit, sondern auch Hygiene, gesunde Ernährung und Fasten.

Daneben geht es auch um geistige Reinheit, also klare Gedanken, kein Wirwarr im Kopf.

Das Ziel ist, das Leben klarer zu sehen und gestalten zu können. Ich finde, das geht oft direkt miteinander einher:

Wer sportlich aktiv ist, hat auch Bock drauf, sich gut zu ernähren, sich zu pflegen, fühlt sich reiner mit und in seinem Körper und ist gleichermaßen sortierter im Kopf.

Eine angewandte Reinigungsübung ist die Atemübung!

Samtosha – Bescheidenheit, Zufriedenheit mit seinem Leben

Ui. Für mich ein großes Wort.

Zufriedenheit ist so mit das Wichtigste, wonach es zu streben lohnt. Wer im Frieden mit sich selbst, den Menschen um ihn herum und der Welt ist, kann sich glücklich schätzen.

Meine Worte für “im Frieden mit sich selbst”= ich mag mich!

Dazu zählt auch, nicht nach Äußerlichkeiten zu urteilen.

Umstände jeglicher Art mit dem Wissen anzunehmen, dass egal wie und was kommt, es irgendwie richtig für uns ist.

Tapas – Disziplin, Askese

Hier geht es darum, sich auf das zu fokussieren, was wirklich wichtig ist im Leben.

Und auf Dinge, die darüber hinausgehen, bewusst zu verzichten. Ein wenig im Sinne des minimalistischen Gedankens.

Denn daraus erfährt der Mensch Freiheit, er muss sich um keinen Überfluss kümmern. Weder körperlich noch geistig.

Eine solche Lebensweise heißt aber auch, diszipliniert durch die Welt zu gehen und auch mal ganz bewusst zu verzichten (“Nein – Ich muss jetzt keine Schokolade essen, da ich satt bin”) oder eben die [Yoga/Fitness]-Übungen zu machen die schwerfallen.

Svadhyaya – Selbststudium, Selbstreflexion

Hinter dieser Verhaltensweise steht auf der einen Seite das Studium seiner Selbst (immer näher zur eigenen, inneren Natur kommen) und auf der anderen Seite das Studium von (spirituellen) Schriften.

Was ich für die heutige Zeit rausziehe und hier reinnehmen will, ist das Prinzip des “lebenslangen Lernens”.

Es ist so unglaublich wichtig, den Geist immer wieder zu fordern, zu lernen und sich daraus weiter zu entwickeln.

Ishvarapranidhana – Hinwendung zu einem höheren Prinzip

Ich habe die Beschreibung hier bewusst neutral gewählt.

In den Yoga-Schriften ist damit schon die Verehrung des Göttlichen gemeint, aber es spielte auch damals keine Rolle, welche Form die Gottesvorstellung annimmt. Es geht um den Glauben an einen höheren Sinn im Leben, auf den vertraut werden kann, auch wenn er nicht immer deutlich erkennbar ist.

Ein Fazit

Für mich sind das fünf Verhaltensweisen, die heute wie damals absolut erstrebenswert sind und die auch in einer direkten Wechselwirkung zueinander stehen.

Wenn ich mich mag, dann mag ich auch die Welt und die Welt mag mich.

Das Schöne, aber auch zugleich Herausfordernde: Ich selbst habe es in der Hand, ob und wann ich so leben möchte.

Und ich kann jederzeit damit anfangen, nichts hindert mich daran (außer ich selbst, weil ich nicht bewusst die Entscheidung dazu getroffen habe).

 

Wie sieht es bei dir aus?

Lebst du schon stark und selbstbestimmt nach diesen Verhaltensweisen? Oder fängst du erst an? Willst du damit anfangen?

Frag dich: “Was hält dich von einem guten Leben ab?” Lass uns mal wissen, was bei dir rausgekommen ist.

Bildnachweis: CC0 Lizenz über Stencil

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