Warum Sauerteigbrote so gesund sind

Warum Sauerteigbrote so gesund sind

von Lea 23. September 2018

Hast du schon mal Brot gebacken? Mit einem selbst angesetzten Teig? Falls ja, dann wird alleine der Begriff „Brot backen“ in deinem Kopf folgende Kettenreaktion auslösen: Du kannst dir den Geruch in der Küche vorstellen, du siehst die knusprige Kruste vor dir, du stellst dir vor, wie du herzhaft in eine frische Scheibe Brot mit Butter reinbeißt – und dann hast du Hunger. Zumindest geht es uns so!

Selbst Brot backen ist eine großartige Sache: Selten so viele Sinne auf einmal betört. Beim Backen hast du die (grobe) Wahl zwischen Sauerteigbroten und Hefeteigbroten. Wir wollen heute mal auf den Sauerteig eingehen.

In Deutschland wird traditionell oft mit Sauerteig gebacken, doch was hat es damit eigentlich auf sich?

Hier die wichtigsten Fakten über Sauerteig:

  • Sauerteig entsteht beim Mischen von Mehl und Wasser. Die Mikroorganismen bilden fortlaufend Säuren.
  • Ein reines Sauerteigbrot kommt ohne künstliche Hefe aus und erhält seine Porung allein durch den Sauerteig.
  • Sauerteig kann mit verschiedenen Mehlsorten angesetzt werden – traditionell existieren viele Roggen- und Weizensauerteige.
  • Sauerteig macht Brote bekömmlicher: Durch die langen Gärzeiten können die Mikroorganismen unbekömmliche Schadstoffe im Mehl abbauen.
  • Das Brot wird aromatischer und erhält je nach Rezept eine angenehme säuerliche Note.

Viele Menschen, die mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu kämpfen haben, vertragen erstaunlicherweise traditionell gebackenes Brot sehr gut.

Der Grund: Lange Gehzeiten und eine Versäuerung des Teiges. Wenn das mal kein Anlass ist, ein solches Kunstwerk selbst herzustellen. Dass dies nicht kompliziert sein muss, beschreibt der “Brotpapst” Lutz Geißler in einem seiner Bücher sehr anschaulich. 

Und zu guter Letzt gibt es ein einfaches Sauerteigbrot-Rezept, welches wir immer wieder gerne backen:

Das einfache Roggenbrot aus dem Kasten:

Rezept drucken
Sauerteigbrot
Ein einfaches, rustikales Brot, was sich über Tage hält, und fast keine Arbeit macht.
Portionen
Zutaten
  • 590 g Roggenmehl 1150
  • 540 g Wasser
  • 13 g Salz
  • 6 g Roggensauerteig
Portionen
Zutaten
  • 590 g Roggenmehl 1150
  • 540 g Wasser
  • 13 g Salz
  • 6 g Roggensauerteig
Anleitungen
  1. Das Wasser in eine Schüssel füllen, darin das Salz verrühren.
  2. Das Mehl zum Wasser hinzufügen. Den Roggensauerteig dazu geben und alles zu einem homogenen Teig vermischen.
  3. Eine Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Kastenform füllen.
  4. Dann deckst du den Teig mit einer Plastikfolio oder einer Haube ab, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen.
  5. Nun lässt du den Teig arbeiten: Du lässt den Teig 24 Stunden bei Raumtemperatur (ca 18-20 Grad Celsius) reifen.
  6. Nach 23,5 Stunden kannst du den Ofen schon mal auf 250 Grad Celsius hochheizen. Sobald der Ofen die angegebene Temperatur erreicht hat, stellst du die Backform mit Teig in den Ofen. Reduziere die Temperatur auf 200 Grad Celsius und lasse das Brot 60-65 Minuten backen.
  7. Das Brot aus der Form nehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.

 

Lass es dir schmecken! Und falls du zum ersten Mal ein Brot zauberst, weil wir dich mit diesem Artikel dazu inspirieren konnten, dann hinterlasse uns eine Nachricht, wie es war 😉

Bildnachweis: canva

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