Mein Juni: Lange Tage und Draußensein

Mein Juni: Lange Tage und Draußensein

von Andrea 2. Juli 2019

Der Juni im Überblick

24 Stunden Tageslicht, Sonnenschein und Mückenplage: Ein typischer Lappland-Sommer! Für viele Schweden beginnt jetzt das Jahr erst richtig. Ab Mittsommer fällt hier sprichwörtlich der Vorhang: Der gemeine Schwede fährt in den mehrwöchigen Sommerurlaub, bevorzugt in die kleine Hütte auf dem Land.

Mein Plan in diesem Jahr: Mach es wie die Schweden! Zwar wird das „Wegfahren“ durch „Runterfahren“ ersetzt, doch das Prinzip ähnelt sich: Mach aus dem kurzen Sommer so viel wie möglich!

Mein Highlight

Eins? Viele!! Der Juni war vollgepackt von kleinen Glücksmomenten, aus denen keiner heraussticht. Eine kleine Auswahl gefällig?

  1. Eine Woche Besuch von einer Freundin: Gemeinsames Zelten, viele Gespräche, gutes Essen – herrlich!
  2. Eine Woche Besuch von meinem Papa: Herrliche entspannte Tage bei bestem Sommerwetter.
  3. Ich bin jetzt Imker!! Ich kann noch immer nicht glauben, dass ich nun Verantwortung für mehrere tausend Lebewesen trage, die sich kein bisschen um meine Meinung scheren. Unglaublich spannend!
  4. Paddeltouren mit Kajak und neuem Packraft, Wandern, über Sommerwiesen streifen: Ja, ich liebe den Lappland-Sommer!
  5. Treffen mit bisher unbekannten Menschen, die alle diese so wunderschöne Landschaft ebenso lieben wie wir.

Was lief nicht so gut?

Mein Gemüsegarten-Experiment wird vermutlich in diesem Jahr scheitern, was zugegeben ein wenig deprimierend ist. Alle Kohlsorten werden von Fliegen gefressen, die Tomaten und Paprika leiden unter den einstelligen Nachttemperaturen. Entmutigt? Vielleicht ein wenig. Aber schon jetzt ausgestattet mit dem „Im nächsten Jahr erst recht!“-Gefühl. Zumindest hab ich 22 Kilogramm Rhabarber geerntet.

Worauf bin ich stolz?

Auf meinen klaren „Sommer genießen“-Fokus, ohne dass die Arbeit zu kurz kommt. Auf neue Bekannte und den Mut, neue Wege zu gehen.

Sport & Fitness

Momentan fahre ich eine bunte Mischung aus gemütlichen Laufrunden mit Hunde-Unterstützung, wöchentlichen Radtouren und dem ein oder anderen 7-Minuten-Workout. Meine Paddeltouren zählen wohl kaum als sportliche Betätigung, zu gemütlich gleite ich übers Wasser. Fakt ist: Ich sehne mich momentan nicht nach großen Herausforderungen. Bin ich später im Sommer fit genug für eine Mehrtages-Wandertour mit einem schweren Rucksack, bin ich zufrieden.

Entspannung

Sobald ich allein am Wasser oder im Wald sitze und den Vögeln lausche, entspanne ich automatisch. Natur macht etwas mit mir, das mir kaum etwas anderes geben kann. Meine krampfhaften früheren Versuche, mit Yoga im hektischen Großstadtleben zu entspannen, sind mehrfach fehlgeschlagen. Nichts gegen Yoga, das praktiziere ich regelmäßig. Doch die ultimative Entspannung finde ich, wenn ich mir Zeit nehme, in den Himmel schaue und auf das Plätschern des Wasser lausche.

Ernährung

Im August dreht sich beim Anti-Stress-Team alles um Gesunde Frühstücksideen! Selbstverständlich müssen alle großartigen Rezepte test-zubereitet und test-gekostet werden. Das Ergebnis: Bei mir gibt es jetzt ständig genial-leckere Frühstücke. Auch mal am Mittag. Oder Abend 😉

Worauf freue ich mich?

Auf noch mehr Sommer mit Paddeltouren, Wanderungen und vielen ruhigen Momenten zum Genießen. Hund Nummer 2 zieht nun endlich ein, was sich extrem abenteuerlich anfühlt. Ach ja … und die Bienen müssen natürlich auch regelmäßig inspiziert werden. Langeweile? Fehlanzeige!

Fazit

Ich fühl mich wohl und genieße die Tage. Darf ich mir was wünschen? Ich tu’s einfach: Es darf bitte alles so weitergehen. Okay?

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