Keine Zeit? Das Wichtigste in Kurzform:
Du bist auf der Suche nach aktuellen Burnout-Statistiken? Dann bist du hier richtig! Hier fassen wir interessante Entwicklungen zum Thema Burnout zusammen – größtenteils basierend auf offiziellen Publikationen deutscher Krankenkassen.
Allgemeine Statistiken zu psychischen Erkrankungen
Ein zentrales Ergebnis:
Eine Besonderheit psychischer Krankschreibungen ist die hohe Anzahl von Fehltagen. Während ein leichter Atemwegsinfekt in der Regel innerhalb weniger Tage abklingt, fallen Mitarbeiter bei psychischen Leiden oft erheblich länger aus.
Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) veröffentlicht jährlich einen Fehlzeiten-Report, der aktuell in der Ausgabe von 2021 vorliegt. Zu Fehlzeiten psychischer Erkrankungen wird folgende Aussage getroffen:
Auch der jährliche Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse ist eine gute Quelle, um Informationen zu Fehlzeiten aufgrund psychischer Störungen zu erhalten:
Und auch die Barmer hat einen Gesundheitsreport zu bieten:
Dieser Trend ist laut Barmer nicht neu:
Statistiken zum Thema Burnout
Der BKK-Gesundheitsreport wird jährlich veröffentlicht und widmete sich im Jahr 2019 spezifisch dem Thema „Psychische Gesundheit und Arbeit“. Beginnen wir mit einer Einordnung des Burnout-Begriffs:
Im Report kommt die BKK zu einem für viele überraschenden Schluss:
Zu einer anderen Erkenntnis kommt der Fehlzeiten-Report 2021 der AOK:
Auch die KKH sieht einen deutlichen Anstieg in den Statistiken der Burnout-Diagnosen:

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Statistiken nach Geschlecht
Fallen Frauen wegen Burnout länger aus als Männer? Die Burnout-Statistiken geben eine klare Antwort:
Betrachten wir psychische Krankheiten allgemein, finden wir folgende Aussagen:
Treten psychische Erkrankungen allgemein und Burnout speziell bei Frauen häufiger auf als bei Männern? Das können diese Statistiken nicht eindeutig belegen. Zwei mögliche Erklärungen liegen in dem höheren Anteil von Frauen in Heil- und Pflegeberufen oder in der Tatsache, dass Frauen sich bei psychischen Beschwerden tendenziell eher an Ärzte wenden als Männer.
Statistiken nach Alter
Der Inbegriff des Burnout-Kandidaten ist der ausgebrannte Top-Manager in mittleren Jahren? Laut Statistik ist das nicht der Fall:
Arbeitsunfähigkeitsfälle nach Branchen und Berufen
Die ersten Forschungen zum Thema Burnout wurden in Heil- und Pflegeberufen in den 1970iger Jahren durchgeführt. Auch später zeigte sich immer wieder: Berufsgruppen mit vielen sozialen Kontakten sind häufig stärker von einem Burnout betroffen als andere Berufsgruppen. Auch in den aktuellen Statistiken zeigt sich, dass Berufe mit starkem sozialen und/oder emotionalem Einsatz herausstechen:
Obwohl bestimmte Branchen und Berufsgruppen stärker betroffen sind, konstatiert die BKK:
Fazit
Burnout wird zwar nicht als eigenständige Krankheit erfasst, doch die Zahlen zeigen: Immer mehr Beschäftigte in Deutschland geraten an ihre Grenzen und darüber hinaus. Die Statistiken der Krankenkassen machen deutlich, wie stark sich psychische Belastungen in der Arbeitswelt auswirken. Auch wenn viele Fälle offiziell unter anderen Diagnosen wie Depressionen laufen, lässt sich der Trend nicht leugnen: Erschöpfung, Überlastung und das schleichende Ausbrennen nehmen zu:
Ob durch ständige Erreichbarkeit, unbezahlte Überstunden oder einen Alltag, in dem Pausen zur Ausnahme werden: Viele Menschen durchlaufen unbemerkt mehrere Stufen, bevor sie ernsthaft erkranken. Und je später reagiert wird, desto länger dauert die Erholung.
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