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Was du von den Denkmustern optimistischer und pessimistischer Menschen lernen kannst

Hand aufs Herz: Schaust du eher positiv in die Zukunft, oder malst du gern schwarz? Vermutlich stehst du irgendwo dazwischen, so wie die meisten Menschen. Je nach Situation reagieren wir unterschiedlich. Trotzdem brechen wir hier eine Lanze für den Optimismus:

Warum ist Optimismus so positiv?

Optimismus klingt bereits als Wort positiv! Doch auch die Wissenschaft beschäftigt sich eingehend mit dem Thema. Optimismus wird in Verbindung gebracht mit:

  • Positiver Stimmung: Denken wir optimistisch, geht es uns schlichtweg besser!
  • Höherer Widerstandskraft im Fall von stressigen oder negativen Ereignissen: Stichwort „Resilienz“. Je optimistischer wir denken, desto eher können wir mit schwierigen Situationen umgehen.
  • Dem Anwenden von aktiven Bewältigungsstrategien: „Es passiert was Blödes? Dann ändern wir es doch!“ im Gegensatz zu „Es passiert was Blödes? Die Welt hat sich gegen mich verschworen, alles ist schrecklich …“.
  • Besserer Genesung von Krankheiten, Verletzungen und einschneidenden Lebensereignissen: Geist und Körper hängen nun einmal zusammen. Wer positiv in die Zukunft blickt, dem geht es schneller wieder besser.

Sollten wir deshalb alle ein wenig optimistischer sein? Ja, das sollten wir. In welchem Ausmaß wir das bereits sind, finden wir heraus, in dem wir unsere „Erklärungsstile“, unsere Denkmuster analysieren. Aber was ist das eigentlich?

Erklärungsstile. Denkmuster. Oder: Wie sehe ich die Welt?

Optimistische und pessimistische Menschen unterscheiden sich stark in der Art und Weise, wie sie ihr Leben und die täglichen Ereignisse interpretieren. Diese Interpretation wird auch als „Erklärungsstil“ bezeichnet.

Einfach ausgedrückt stellen wir folgende Frage: „Warum hat dieses Ereignis stattfinden?“ Schauen wir uns die drei Dimensionen der Erklärungsstile näher an:

  1. Dauerhaftigkeit: Diese Dimension bezieht sich darauf, ob die Ursachen eines Ereignisses als vorübergehend oder dauerhaft empfunden werden.
  2. Verallgemeinerbarkeit: Hier betrachten wir, ob ein Ereignis eine universelle oder spezifische Ursache hat.
  3. Personalisierung: Hier fragen wir uns, wer unseres Erachtens nach verantwortlich ist für das Ereignis – wir selbst (intern) oder jemand oder etwas Äußeres (extern).

Je nachdem, ob eine Person optimistisch oder pessimistisch eingestellt ist, werden positive und negative Ereignisse unterschiedlich bewertet:

OptimistPessimist
Positives EreignisDie Ursache wird als dauerhaft, universell und durch sich selbst bestimmt betrachtet.Die Ursache ist nur vorübergehend, gilt nur speziell für diese Situation und wurde durch externe Faktoren bestimmt.
Negatives EreignisDie Ursache ist nur vorübergehend, gilt nur speziell für diese Situation und wurde durch externe Faktoren bestimmt.Die Ursache wird als dauerhaft, universell und durch sich selbst bestimmt betrachtet.

Soweit zum Überblick, spielen wir jetzt einmal konkrete Beispiele durch:

Wie Optimisten und Pessimisten auf negative Ereignisse reagieren

Im Beispiel sind zwei Kandidaten durch eine Mathematikprüfung gefallen – ein klar negatives Ereignis. Schau dir an, wie dieses Ereignis interpretiert werden kann:

OptimistPessimist
Dauerhaftigkeit„Nicht so schlimm, das ist nur eine einmalige Sache gewesen.“„Ich werde immer versagen.“
Verallgemeinerbarkeit„Ich bin eben nicht so gut in Mathematik.“ (bezogen auf ein einzelnes Thema)„Ich bin einfach schlecht. Ich bekomme das nicht hin.“ (bezogen auf alle Themen)
Personalisierung„Die Prüfung war aber auch echt schwer!“ (Suchen der externen Ursache)„Ich habe wohl nicht genug gelernt.“ (Suchen der internen Ursache)

Wie Optimisten und Pessimisten auf positive Ereignisse reagieren

Drehen wir den Spieß um! Wäre es nicht viel schöner, wenn unsere beiden Kandidaten die Mathematikprüfung bestehen würden? Wir könnten annehmen, dass nun auch der Pessimist positiv über diesen Erfolg denkt – doch Pessimismus ist eine knifflige Angelegenheit. Selbst positive Dinge können heruntergespielt werden. Schau dir das Beispiel an:

OptimistPessimist
Dauerhaftigkeit„Ich habe echt immer Glück! Die anderen Prüfungen werden auch klappen!“„Das war nur Glück. Ein Einzelfall. Beim nächsten Mal könnte es schief gehen.“
Verallgemeinerbarkeit„Ich bin echt intelligent!“ (universelle Sicht)„Das hat nur geklappt, weil ich gut in Mathematik bin.“ (bezogen auf ein spezifisches Thema)
Personalisierung„Ich habe mich aber auch wirklich gut vorbereitet.“ (Suchen der internen Ursache)„Die Prüfung war ziemlich leicht.“ (Suchen der externen Ursache)

Optimistisch oder pessimistisch? Wie tickst du?

Was geht in die vor, wenn du diese Beispiele anschaust? Spürst du unterschiedliche Gefühle in dir, wenn du optimistische oder pessimistische Sichtweisen liest? Wir alle tendieren meist zu einer Seite, auch wenn das von Situation zu Situation unterschiedlich sein kann.

Wichtig zu wissen: Das Bewusstsein über eigene Denkmuster ist der erste Schritt zu einer Verhaltensänderung. Nur wenn du merkst, dass du pessimistische Tendenzen hast, kannst du gezielt dagegen angehen. Wie? Mit dem Hinterfragen deiner Gedanken und gezielten Übungen. Du willst das Thema vertiefen? Melde dich bei uns!

Fazit

Optimisten und Pessimisten unterscheiden sich stark in der Art und Weise, wie sie ihr Leben, Ereignisse und sich selbst betrachten. Diese Denkmuster bedingen unter Anderem die Fähigkeit zur Resilienz. Ein optimistischer Erklärungsstil steht dabei in Zusammenhang mit hoher Resilienz und damit innerer Stärke, weniger Stress und mehr Wohlbefinden.

Photo by Viktor Forgacs on Unsplash

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