Resilienz-Definition: Resilienz einfach erklärt

Das Wort „Resilienz“ ist in aller Munde – nicht erst seit der Pandemie. Aber mit einer Resilienz-Definition tun sich viele schon schwerer. Zugegeben: Der Begriff ist etwas sperrig und kommt im allgemeinen Sprachgebrauch selten vor. In diesem Artikel geben wir dir einen Überblick!

Beginnen wir mit einem Zitat. Roger Crawford sagte einst:

“Im Leben herausgefordert zu werden ist unvermeidlich. Besiegt zu werden, ist optional!”

Wer ist dieser Roger Crawford? Er ist Tennis-Profi, Motivations-Redner und Buchautor. Er wurde mit einen schwer deformiertem Körper geboren, so stark, dass die Ärzte glaubten, er würde niemals laufen können. Aber er hatte er die Entschlossenheit, den Antrieb, ein Champion zu werden – im Tennis und im Leben. Wenn das mal kein außergewöhnliches Beispiel für uns alle ist, das uns ermutigen sollte, unser volles Potenzial auszuschöpfen.

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Was ist Resilienz?

Dieses Wort hören wir in den Medien immer häufiger:

“Resilienz!”
“Damit wir diese Krise durchstehen, müssen wir alle ein wenig resilienter werden.”
“Wohl dem, der resilient ist und über den Dingen steht …”

Aber: Was ist das genau – Resilienz? Gibt es eine einheitliche Resilienz-Definition? Was ist die Fähigkeit dahinter?

Der Begriff „Resilienz“ stammt vom lateinischen Wort „resilire“ ab, was so viel bedeutet wie „zurückspringen“ oder „abprallen“.

Beispiel Stressball:
Kennst du diese Gummibälle, die gut in eine Hand passen? Die kannst du zusammenquetschen, sodass er ganz klein wird. Wenn du ihn wieder loslässt, springt er sofort in seine ursprüngliche Form zurück.

Übertragen wir dieses Verhalten auf resiliente Menschen:
Es gibt Menschen, die durchleben eine Herausforderung und Krise nach der anderen, müssen einiges aushalten und werden kräftig von den Umständen zusammengequetscht. Sie schaffen es aber, sich danach wieder komplett davon zu erholen, sich sogar anzupassen und wieder auszudehnen.

Resilienz beschreibt also das Phänomen, dass manche Menschen mental gesund und tapfer bleiben, obwohl ihnen das Leben ganz schön zusetzt, zum Beispiel durch eine Krise, eine Katastrophe, ein Drama, eine Behinderung oder Bedrohung.

Nehmen wir Roger Crawford, dessen Ärzte ihm prophezeiten, dass er nie laufen wird. Er hat sich davon nicht “zerquetschen” lassen, sondern er ging seinen Weg. Er hat keine Hände, er hat nur ein Bein – und wurde Tennis Profi.

Resilienz-Definition

Eine genaue Definition haben wir immer noch nicht – also schauen wir genauer hin. Gleich vorab: Es gibt nicht die Definition, die Resilienz als einzige Wahrheit beschreibt, sondern mehrere Auslegungen:

  • In der Wissenschaft wird Resilienz auch als psychische Widerstandskraft oder -fähigkeit bezeichnet.
  • Im allgemeinen Sprachgebrauch gibt es eher bildhafte Beschreibungen. Beispiele: „Resilienz ist das Immunsystem der Psyche“ oder “Resilienz ist wie deine persönliche Superkraft”.

In der immer stärker präsenten Resilienzforschung wird Resilienz als ein Prozess beschrieben und wie folgt definiert:

Ein dynamischer Prozess, der eine positive Anpassung im Kontext erheblicher Widrigkeiten umfasst.

Nehmen wir diese Resilienz-Definition mal auseinander:

  1. Erhebliche Widrigkeiten: Resilienz kommt dann ins Spiel, wenn ein Mensch mit erheblichen Herausforderungen oder Krisen konfrontiert wird. Das können Krankheiten, Scheidung, Jobverlust oder schlimmeres sein.
  2. Positive Anpassung: Wie geht ein Mensch mit den Herausforderungen und Krisen um? Was macht er daraus?
  3. Dynamischer Prozess: Resilienz ist nicht statisch. Zwar wurde uns ein Teil durch Genetik und Erziehung mitgegeben, aber wir können uns im Laufe unseres Lebens weiterentwickeln, um besser mit Herausforderungen und schwierigen Situationen umgehen zu können.

Resilienz-Definition: Ein Beispiel

In unseren Kursen nutzen wir immer wieder folgendes Beispiel eines Segelboots, das den Begriff Resilienz sehr schön bildlich illustriert:

Beispiel:
Stell dir vor, du wärst Kapitän eines Segelboots. Ein hohes Maß an Resilienz bedeutet, dass du mit einem Sturm auf hoher See gut umgehen kannst. Du kannst das Boot effektiv steuern, um dich schnell an die Wetterbedingungen anzupassen. Obwohl der Sturm das Boot womöglich von seiner beabsichtigten Richtung abtreibt, bist du in der Lage, es schnell unter Kontrolle und zurück auf seinen ursprünglichen Kurs zu bringen. Du hast zwar keine Kontrolle über den Sturm, aber darauf, wie du damit umgehen willst.

Fazit

Halten wir fest: Menschen reagieren auf unterschiedliche Weise auf Ereignisse, vor die das Leben sie stellt. Während einige Menschen von Problemen, Unglücken oder Katastrophen überwältigt werden, reagieren andere positiv – selbst auf die schwierigsten Erfahrungen. Auch wenn es keine einheitliche Resilienz-Definition gibt: Resilienz beschreibt, wie sich Menschen auch unter dem Einfluss negativer Ereignisse anpassen und sogar gestärkt daraus hervorgehen können.

Du möchtest wissen, wie du deine Resilienz stärken kannst? Dann schau in den folgenden Artikel rein: Resilienz stärken: Der bewährte Plan in 8 Schritten

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