Über 130 Burnout-Symptome auf einen Blick

Hast du dich schon mal gefragt, welche Burnout-Symptome es gibt und woran du erkennen kannst, ob du unter einem Burnout leidest? Kleine Vorwarnung: Auch dieser Artikel wird dir zumindest auf die zweite Frage keine klare Antwort geben können – so ein Burnout ist nämlich nicht so einfach mit einer Liste von Symptomen zu beschreiben.

Du willst alles über Burnout wissen?

Für dieses wichtige Thema haben wir einen umfassenden Überblick mit allen wichtigen Grundlagen-Informationen erstellt:

Burnout-Symptome sind schwer greifbar

Wie wir bereits an anderer Stelle geschrieben haben, ist eine Definition von Burnout nicht einfach und wird auch unter Experten nicht einheitlich gesehen. Wenn also schon der Begriff „Burnout“ nicht klar definiert ist, wie können dann klare Symptome zugeordnet werden?

Fakt ist: Es ist unklar wann und welche Burnout-Symptome auftreten, wie oft und in welcher Reihenfolge das geschieht und welche Intensität diese Symptome haben. Immer wieder wird in der Literatur die „individuelle Natur“ von Burnout betont:

Welches Symptommuster sich in welcher Reihenfolge entwickelt, hängt von moderierenden Faktoren im Individuum und/oder seiner Umwelt ab, die einstweilen allenfalls spekulativ zugänglich sind.

Matthias Burisch 1)Matthias Burisch. Das Burnout-Syndrom: Theorie der inneren Erschöpfung – Zahlreiche Fallbeispiele – Hilfen zur Selbsthilfe

Trotzdem werden Forscher nicht müde, möglichst viele Anzeichen für einen Burnout zu sammeln und zu kategorisieren. Aus jahrzehntelanger Beobachtung haben sich so verschiedene Symptomkataloge ergeben, die beeindruckend umfangreich sind.

Die Burnout-Symptome in der Kurzfassung

Statt dir also nur ein paar lange Symptom-Listen zur Verfügung zu stellen (keine Sorge, die kommen weiter unten!), schauen wir jetzt auf Zusammenfassungen, falls dir die Kurzform lieber ist.

Dr. Matthias Burisch beschreibt die Forschungslage wie folgt:

„Man hat sich mehr oder weniger stillschweigend darauf geeinigt, emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und Leistungsunzufriedenheit (gelegentlich auch noch Arbeitsüberdruss) als die »Kernsymptome« anzusehen.“

Matthias Burisch 2)Das Burnout-Syndrom: Theorie der inneren Erschöpfung – Zahlreiche Fallbeispiele – Hilfen zur Selbsthilfe

Die Burnout-Forscher Schaufeli und Enzmann stellen ein Kern-Symptom in den Mittelpunkt: die Erschöpfung. Weiterhin sehen sie vier begleitende Symptome:

  • Distress: Affektive, kognitive, physische und verhaltensbezogene Belastungen bzw. Leiden
  • Gefühl reduzierter Effektivität
  • Reduzierte Motivation
  • Dysfunktionale Einstellungen und Verhaltensweisen am Arbeitsplatz

Über 130 Burnout-Symptome nach Burisch

Die Kurzfassung von Prof. Dr. Burisch hast du oben bereits gelesen – jetzt wird die Liste der Symptome deutlich länger. Diese Burnout-Symptome werden in 7 Kategorien eingeteilt. Teilweise werden die Kategorien auch als Burnout-Phasen angesehen, da sie wie eine Art Prozess zum Ausbrennen formuliert sind: von den Symptomen der Anfangsphase bis hin zur Verzweiflung. Die Intention des Autors war aber vermutlich eine andere, nämlich eine reine Kategorisierung von Burnout-Symptomen. Ein Beispiel liefert das Symptom „Selbstmordgedanken“, das bei einer Interpretation in Burnout-Phasen sicher nicht in Phase 3 auftauchen würde, sondern vermutlich deutlich später.

Burnout-Phasen nach Burisch

Burisch selbst schreibt:

Weiter sei sogleich konzediert, dass die Gruppierung der Symptome in Cluster unvermeidlich mit viel Willkür erfolgen musste. Teils bestehen temporale oder kausale Beziehungen zwischen den Kategorien.

Matthias Burisch 3)Matthias Burisch. Das Burnout-Syndrom: Theorie der inneren Erschöpfung – Zahlreiche Fallbeispiele – Hilfen zur Selbsthilfe

1. Warnsymptome in der Anfangsphase

Burisch betont für diese Kategorie von Symptomen den „überhöhten Energieeinsatz“. Wann dieser Einsatz überhöht ist, lässt sich leider oft erst im Nachhinein ablesen – nämlich dann wenn die Symptome in der Kategorie „Erschöpfung“ immer präsenter werden.

Vermehrtes Engagement für ZieleErschöpfung
Hyperaktivität
Freiwillige unbezahlte Mehrarbeit
Gefühl der Unentbehrlichkeit
Gefühl, nie Zeit zu haben
Verleugnung eigener Bedürfnisse
Verdrängung von Misserfolgen und Enttäuschungen
Beschränkung sozialer Kontakte auf Klienten
Chronische Müdigkeit
Energiemangel
Unausgeschlafenheit
Erhöhte Unfallgefahr

2. Reduziertes Engagement

Der überhöhte Energieeinsatz der Anfangsphase schlägt häufig ins Gegenteil um. Burisch schreibt:

Wo früher eher im Übermaß gegeben wurde, und zwar freiwillig gegeben, da möchte man nun vor allem nehmen („Erhöhte Ansprüche“), und wo das nicht geht, da nimmt man sich eben selbst zurück.

Matthias Burisch

Ein weiteres Burnout-Symptom: Überdruss statt Begeisterung an der Arbeit (am Freitagabend schon mit düsteren Gedanken an den Montag denken), der nicht selten in einer inneren Kündigung endet. Dieser Überdruss kann später auf andere Lebensbereiche übergreifen.

Für Klienten, Patienten etc.Für andere allgemein
Desillusionierung
Verlust positiver Gefühle gegenüber den Klienten
Größere Distanz zu Klienten
Meidung von Kontakt mit Klienten und/oder Kollegen
Aufmerksamkeitsstörung in der Interaktion mit Klienten
Verschiebung des Schwergewichts von Hilfe auf Beaufsichtigung
Schuldzuweisung für Probleme an Klienten
Höhere Akzeptanz von Kontrollmitteln wie Strafen oder Tranquilizern (Anm.: Gruppe von Psychopharmaka)
Stereotypisierung von Klienten, Kunden, Schülern etc.
Betonung von Fachjargon
Dehumanisierung
Unfähigkeit zu geben
Kälte
Verlust der Empathie
Unfähigkeit zur Transposition
Verständnislosigkeit
Schwierigkeiten anderen zuzuhören
Zynismus
Für die ArbeitErhöhte Ansprüche
Desillusionierung
Negative Einstellung zur Arbeit
Widerwillen und Überdruss
Widerstand täglich zur Arbeit zu gehen
Ständiges auf-die-Uhr-sehen
Fluchtphantasien
Tagträume
Überziehen von Arbeitspausen
Verspäteter Arbeitsbeginn
Vorverlegter Arbeitsschluss
Fehlzeiten
Verlagerung des Schwergewichts auf die Freizeit, aufblühen am Wochenende
Höheres Gewicht materieller Bedingungen für die Arbeitszufriedenheit
Verlust von Idealismus
Konzentration auf die eigenen Ansprüche
Gefühl mangelnder Anerkennung
Gefühl ausgebeutet zu werden
Eifersucht
Partnerprobleme
Konflikte mit den eigenen Kindern

3. Emotionale Reaktionen, Schuldzuweisung

Was, wenn große Ziele plötzlich nicht mehr existieren? Wenn Themen, die früher Befriedigung verschafft haben, ganz einfach wegbrechen? Dann reagieren Personen unterschiedlich und leben ihre Trauer auf zwei Ebenen aus:

  • Die Schuld wird bei sich selbst gesucht: Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ und „Was hat das alles für einen Sinn?“ sind nach innen gerichtet und äußern sich nicht selten in Form von depressiven Stimmungen.
  • Die Schuld wird bei anderen oder im Umfeld gesucht: Andere reagieren eher agrressiv mit Vorwürfen, Schuldzuweisungen und Konflikten.
Depression, SchuldgefühleAggression
Reduzierte Selbstachtung
Insuffizienzgefühle
Gedankenverlorenheit
Selbstmitleid
Humorlosigkeit
Unbestimmte Angst und Nervosität
Abrupte Stimmungsschwankungen
Verringerte emotionale Belastbarkeit
Bitterkeit
Abstumpfung, Gefühl von Angestorbensein und Leere
Schwächegefühl
Neigung zum Weinen
Ruhelosigkeit
Gefühl des Festgefahrenseins
Hilflosigkeits-, Ohnmachtsgefühle
Pessimismus/ Fatalismus
Apathie
Selbstmordgedanken
Schuldzuweisung an andere oder das „System“
Vorwürfe an andere
Verleugnung der Eigenbeteiligung
Ungeduld
Launenhaftigkeit
Intoleranz
Kompromissunfähigkeit
Nörgeleien
Negativismus
Reizbarkeit
Ärger und Ressentiments
Defensive/ paranoide Einstellungen
Misstrauen
Häufige Konflikte mit anderen

4. Abbau

Stell dir einen Menschen vor, der innerlich gekündigt hat: Wird diese Person kreativ und motiviert arbeiten? Wohl kaum. Auch Flüchtigkeitsfehler und schlechte Organisation sind typische Burnout-Symptome – oft in Wechselwirkungen mit den anderen Kategorien.

Abbau der kognitiven LeistungsfähigkeitAbbau der Motivation
Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
Unfähigkeit zu komplexen Aufgaben
Ungenauigkeit
Desorganisation
Entscheidungsunfähigkeit
Unfähigkeit zu klaren Anweisungen
Verringerte Initiative
Verringerte Produktivität
Dienst nach Vorschrift
Abbau der KreativitätEntdifferenzierung
Verringerte Phantasie
Verringerte Flexibilität
Rigides Schwarz-Weißdenken
Widerstand gegen Veränderungen aller Art

5. Verflachung

Burisch nennt diese fünfte Kategorie als logischen nächsten Schritt nach dem Abbau aus Schritt 4: Stell dir auch hier wieder den innerlich gekündigten Mitarbeiter vor. Er zeigt kein Interesse an seiner Arbeit oder an Kollegen. Beinahe automatisch verflacht sein Alltag: Es gibt weniger soziale Kontakte, weniger Reaktionen werden geweckt.

Verflachung des emotionalen LebensVerflachung des eigenen Lebens
Verflachung gefühlsmäßiger Reaktionen
Gleichgültigkeit
Aufgeben von Hobbies
Desinteresse
Langeweile
Verflachung des sozialen Lebens
Weniger persönliche Anteilnahme an anderen oder exzessive Bindung an Einzelne
Verringerte Produktivität
Meidung informeller Kontakte
Suche nach interessanten Kontakten
Meidung von Gesprächen über die eigene Arbeit
Eigenbröteleien
Mit sich selbst beschäftigt sein
Einsamkeit

6. Psychosomatische Reaktionen

Diese Kategorie von Burnout-Symptomen ist besonders wichtig, da die hier genannten Symptome parallel zu allen anderen Kategorien auftreten. Bereits in frühen Phasen eines Burnouts sind diffuse Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Rückenschmerzen sichtbar, werden aber häufig nicht mit einem Burnout in Verbindung gebracht.

Psychosomatische Reaktionen
  • Schwächung der Immunreaktion
  • Unfähigkeit zur Entspannung in der Freizeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume
  • Sexuelle Probleme
  • Gerötetes Gesicht
  • Herzklopfen
  • Engegefühl in der Brust
  • Atembeschwerden
  • Beschleunigter Puls
  • Erhöhter Blutdruck
  • Muskelverspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Nervöse Ticks
  • Verdauungsstörungen
  • Übelkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Gewichtsveränderungen
  • Veränderte Essgewohnheiten
  • Mehr Alkohol/ Kaffee/ Tabak/ andere Drogen

7. Verzweiflung

Burisch beschreibt diese Burnout-Symptome als Merkmale einer „existenziellen Verzweiflung“, in der das Leben seinen Sinn verliert.

Verzweiflung
Negative Einstellung zum Leben
Hoffnungslosigkeit
Gefühl der Sinnlosigkeit
Selbstmordabsichten
Existenzielle Verzweiflung

Möchtest du mehr von Prof. Dr. Burisch lesen? Dann legen wir die dieses Buch ans Herz. Erwarte keinen typischen Ratgeber mit einfachen Lösungen (die es übrigens sowieso nicht gibt), sondern ein umfangreiches Fachbuch mit vielen Hintergründen zum Burnout.

Über 120 Burnout-Symptome nach Schaufeli & Enzmann

Schaufeli und Enzmann 4)Schaufeli WB, Enzmann D. The Burnout Companion to Study and Practice. A Critical Analysis. 1998. London, Taylor & Francis unterscheiden drei Ebenen von Burnout-Symptomen:

  • Individuelle Ebene: Welche Burnout-Symptome treten für eine einzelne Person auf?
  • Interpersonelle Ebene: Welche Symptome entstehen im Zusammenspiel zwischen mehreren Personen?
  • Institutionelle Ebene: Welche Symptome zeigen sich speziell bezogen auf die Arbeitsumgebung?

Für jede dieser Ebenen werden die Symptome in 5 Kategorien eingeteilt:

  1. Affektive Symptome: Typische Gefühle und Emotionen, die bei einem Burnout auftreten
  2. Kognitive Symptome: Symptome bezogen auf die geistige Leistungsfähigkeit
  3. Physische Symptome: Körperliche Symptome und psychosomatische Beschwerden
  4. Verhaltenssymptome: Symptome, die sich im Verhalten der Person zeigen
  5. Motivationssymptome: Typische Symptome nachlassender Motivation

Die physischen Symptome werden nur auf der individuellen Ebene betrachtet.

Burnout-Symptome nach Schaufeli/Enzmann

Individuelle Ebene

Auf dieser Ebene wird eine einzelne Person betrachtet: Welche Burnout-Symptome treten auf, unabhängig vom Arbeitsplatz oder von zwischenmenschlichen Beziehungen?

Affektive SymptomeVerhaltenssymptome
Niedergeschlagenheit
Traurigkeit
Emotionale Erschöpfung
Stimmungsschwankungen
Verminderte emotionale Kontrolle
Undefinierte Ängste
Erhöhte Spannungen
Ängstlichkeit
Hyperaktivität
Impulsivität
Ständiges Aufschieben
Erhöhter Konsum von: Koffein, Tabak, Alkohol, Beruhigungsmitteln,
illegalen Drogen
Zuviel oder zu wenig essen
Hohes Risikoverhalten (z. B. Fallschirmspringen)
Unfallzunahme
Aufgabe von Freizeitaktivitäten
Zwanghaftes Jammern
Physische SymptomeKognitive Symptome
Kopfschmerzen
Übelkeit
Schwindel
Ruhelosigkeit
Nervöse Tics
Muskelschmerzen
Sexuelle Probleme
Schlafstörungen (Schlaflosigkeit, Alpträume, exzessives Schlafbedürfnis)
Plötzliche Gewichtsabnahme oder -zunahme
Appetitlosigkeit
Kurzatmigkeit
Zunahme prämenstrueller Spannungen
Ausfall des Menstruations-Zyklus
Chronische Müdigkeit
Physische Erschöpftheit
Hyperventilation
Körperliche Schwäche
Geschwür
Magen-Darm-Funktionsstörungen
Koronare Krankheiten
Häufige und anhaltende Erkältungen
Aufflackern bereits vorhandener Funktionsstörungen (Asthma,
Diabetes)
Verletzungen aufgrund risikoreichen Verhaltens
Erhöhte Herzfrequenz
Hoher Blutdruck
Erhöhte elektrodermale Reaktion
Hoher Cholesterinspiegel
Hilflosigkeit
Verlust von Sinn und Hoffnung
Angst „verrückt zu werden“
Gefühle von Machtlosigkeit und Unfähigkeit
Gefühle von „in der Falle sitzen“
Gefühl zu scheitern
Gefühle von Unzulänglichkeit
Geringes Selbstwertgefühl
Konstante Beschäftigung mit sich selbst
Schuld
Selbstmordgedanken
Unfähigkeit sich zu konzentrieren
Vergesslichkeit
Schwierigkeiten mit komplexen Aufgaben
Starrheit und schematisches Denken
Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
Tagträume und Phantasieren
Einsamkeit
Verminderte Frustrationstoleranz
Motivationssymptome
Begeisterungsverlust
Verlust des Idealismus
Desillusionierung
Resignation
Enttäuschung
Langeweile
Demoralisation

Interpersonelle Ebene

Auf dieser Ebene dreht sich alles um zwischenmenschliche Beziehungen, um Kommunikation und das soziale Leben eines Betroffenen. Häufig wird hier der Begriff „Klient“ verwendet, ein typischer Hinweis auf die Forschung von Burnout-Symptomen in Heil- und Pflegeberufen.

Affektive SymptomeMotivationssymptome
Reizbarkeit
Überempfindlichkeit
Kühl und emotionslos Sein
Nachlassende emotionale Empathie mit Klienten
Zunehmende Wut
Interessenverlust
Entmutigung
Desinteresse Klienten betreffend
Klienten dazu benutzen, persönliche und soziale Bedürfnisse zu
stillen
Übermäßige Involviertheit
Kognitive SymptomeVerhaltenssymptome
Zynische und dehumanisierte Wahrnehmung der Klienten
Negativismus Klienten betreffend
Pessimismus Klienten betreffend
Nachlassende kognitive Empathie Klienten betreffend
Stereotypisierung von Klienten
Abfällige Etikettierung von Klienten
„Dem Opfer die Schuld geben“
Nimbus von Großartigkeit
Nimbus von Rechtschaffenheit
„Märtyrertum“
Feindseligkeit
Argwohn
Projektion
Gewaltsame Ausbrüche
Neigung zu gewaltsamen und aggressivem Verhalten
Interpersonelle, Ehe- und Familienkonflikte
Soziale Isolation und Zurückgezogenheit
Distanziertheit zu Klienten
Mechanische Reaktionen Klienten betreffend
Isolation von oder übermäßige Bindung an Mitarbeiter
Kranker Humor Klienten betreffend
Ausdruck von Hoffungslosigkeit, Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit
Klienten gegenüber
Gebrauch von Hilfsmitteln zur Distanzierung
Eifersucht
Abschottung

Institutionelle Ebene

In dieser Kategorie finden alle Burnout-Symptome Platz, die sich auf den Arbeitsplatz und die Arbeitsaufgabe beziehen.

Affektive SymptomeMotivationssymptome
ArbeitsunzufriedenheitVerlust der Arbeitsmotivation
Widerstand zur Arbeit zu gehen
Dämpfung der Arbeitsinitiative
Niedrige Moral
Kognitive SymptomeVerhaltenssymptome
Zynismus, was die Arbeit betrifft
Gefühle, nicht anerkannt zu werden
Misstrauen dem Management, Gleichgestellten und Vorgesetzten
gegenüber
Reduzierte Effektivität
Dürftige Arbeitsleitung
Abnehmende Produktivität
Unpünktlichkeit
Umsatz
Zunehmende Krankmeldung
Beständige Abwesenheit
Diebstahl
Widerstand gegen Veränderung
Übermäßige Abhängigkeit von Vorgesetzten
Häufiges „Auf-die-Uhr-sehen“
Sich nur nach vorgaben richten
Häufige Unfälle
Organisationsunfähigkeit
Armseliges Zeitmanagement

Fazit

Über 130 Burnout-Symptome werden aktuell benannt, die eine Diagnose nicht einfach machen – besonders weil sie sich oft mit anderen psychischen oder körperlichen Krankheiten überschneiden.

Wann liegt also ein Burnout vor? Muss eine bestimmte Anzahl von Symptomen vorliegen – und wenn ja, in welcher Intensität? Genau diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten. Zitieren wir noch einmal Prof. Dr. Burisch:

Ich selbst ziehe die Formulierung vor, jemand sei »in einem Burnout-Prozess mehr oder weniger weit fortgeschritten«, und zwar um so weiter, je mehr Symptome und je intensiver er diese aufweist.

Je mehr der genannten Symptome du bei dir entdeckst und je intensiver du sie erlebst, desto höher ist also die Wahrscheinlichkeit, weit im Burnout-Prozess fortgeschritten zu sein. Willst du wissen, wo du gerade stehst? Mach den kostenlosen Burnout-Test!

Quellen[+]

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