Ein Selbstversuch: 6 Tage Green Smoothies

Ich bin gerade motiviert. Nicht. Oder sagen wir so: Ich bin zwischen motiviert und nicht-motiviert! Ich würde gerne viel mehr tun (Motivation = vorhanden), aber nehme mir nicht die Zeit dafür oder verplempere meine Zeit mit minder wertschöpfenden Dingen (Motivation = futsch).

Aus genau diesem Grund habe ich mir vorgenommen, genau EINE Sache zu machen. Mich nur auf diese Sache zu fokussieren und dann zu schauen, was passiert. Damit hab ich genau das getan, worüber Andrea in dem Artikel “Mini-Habits” geschrieben hat.

Was war nun meine “eine Sache”?

Smoothies. Genau genommen “Green Smoothie” zum Frühstück!

Das sind diese herrlich grünen Smoothies, die ihre Farbe aus Spinat oder Grünkohl bekommen. Hört sich gruselig an? Ja, irgendwie schon. Auch ich war erst mal skeptisch.

Aber keine Sorge, sie schmecken durch weitere Zutaten wie Mango, Ananas oder Banane süßlicher, als man im ersten Moment vermutet.

Plan gefasst – und wie umgesetzt?

Okay. Am Anfang war der Plan. In der Tat ein Plan, so bin ich.

Ich habe mir folgendes zusammengeschrieben:

  • Einkaufsliste mit den Zutaten für die Smoothies
  • Plan, welcher Smoothie wann auf der Agenda steht
  • Plan, wann ich einkaufen gehe

Somit stand fest: Freitag gehe ich einkaufen, damit alle Zutaten vorhanden sind. Montag wird gestartet. Klar war auch, dass ich jetzt für 6 Tage jeden Morgen auf das “normale” Frühstück verzichte und nur grüne Smoothies trinken werde. Ich war gespannt!

 

green smoothie mit Spinat

 

Der Selbstversuch startet Montags!

Und so ging es Montag los mit dem ersten grünen Smoothie.

Recht skeptisch mixte ich Spinat mit Ananas, Mango, Banane und goss das ganze mit Kokoswasser auf. Den An-Schalter meines kleinen Smoothie-Mixers betätige ich immer mit vollstem Respekt. Weiß ich doch, welcher Höllenlärm beim Einschalten die morgendliche Ruhe zerstört. Aber gut. Dauert ja nicht lange.

Ein paar Tipps beim Mixen:

  • Mixe zuerst den Grünkram mit der Flüssigkeit und gib dann in einem zweiten Mixvorgang erst das Obst dazu. Somit wird das faserige Grüne besser zerkleinert.
  • Achte immer darauf, dass du beim Mixvorgang genügend Flüssigkeit “unten” an den Messerchen hast. Sonst läuft dein Mixer trocken. Nicht gut!
  • Gibst du noch Eis dazu (entweder in Form von Eiswürfeln oder ganz pfiffig in Form von TK-Obst) wird der Smoothie smoothiger.

Die Zutaten sind auch sehr schnell vorbereitet. Ich hab jeden Green Smoothie morgens frisch zubereitet und auch die Zutaten dafür morgens zerkleinert. Hat mich maximal 5 Minuten gekostet, die Orange zu schälen oder den Spinat zu putzen.

Um aber ganz zeitoptimal vorzugehen, wende folgenden Trick an:

Bereite die Zutaten für alle Green Smoothies an einem Tag vor und friere sie in separaten Beutelchen ein. So hast du die Schibbelerei, den Abfall und Küche reinigen nur einmal pro Vorbereitung!

  1. Schritt: Zutaten klein schneiden
  2. Schritt: Zutaten pro Smoothie in einen kleinen Gefrierbeutel geben und beschriften mit der Bezeichnung “Tag1” bis “Tag 6”. Ganz Ausgebuffte schreiben noch dazu, wieviel Wasser man hinzugeben muss fürs Mixen.
  3. Schritt: Pack die Beutel in den Gefrierschrank.
  4. Schritt: Hol den Beutel am Tag der Zubereitung ein paar Minuten vorher aus dem Gefrierschrank und lass ihn leicht auftauen, oder leg ihn in ein warmes Wasserbad.
  5. Schritt: Gib den Inhalt des Gefrierbeutels in den Smoothiemaker, gib Flüssigkeit dazu und los geht’s.

green smoothie mit Ananas

Welche Variationen hab ich ausprobiert?

Montag: Spinat, Ananas, Mango, Banane

Dienstag: Spinat, Orange, Ananas, Banane

Mittwoch: Spinat, Mango, Ananas, Banane

Donnerstag: Spinat, Erdbeere, Orange

Freitag: Spinat, Banane, Erdbeere

Samstag: Spinat, Orange, Mango

Bei der Flüssigkeit hab ich variiert zwischen normalem Wasser aus der Leitung, Sprudelwasser und Kokoswasser (das ist eine sehr köstliche Variante).

green smoothie Zutaten

Du siehst also: auch bei den Zutaten brauchst du keine mega-komplexe Auswahl zu treffen.

Das ist super einfach und super simpel.

Und jetzt vielleicht zu dem Spannenden!

Wie mich 6 Tage Green Smoothie zum Frühstück verändert haben:

Ich muss hier einen Schritt zurück gehen. Ich liebe Frühstück. Das konntest du hier im Blog bereits lesen. Besonders freu ich mich über Brot und Brötchen. Das ist für mich ein Highlight. Ein Tasse Kaffee und ein herzhaft belegtes würziges Roggenbrot. Damit war jetzt Schluss, bei meiner 6 Tage Smoothie Challenge! Und nun habe ich jeden Tag einen Smoothie statt Frühstück zu mir genommen. Und sonst nix.

Umso verblüffter bin ich über das Ergebnis:

  • Ich hatte keinen übermäßigen Hunger und auch kein Stimmungstief. Eher umgekehrt. Ich hatte gute Laune und fühlte mich wohl. Hatte ich doch im Hinterkopf, dass ich schon was Gutes für mich gemacht habe.
  • Die Vorbereitung ging mir morgens gut von der Hand. Ist ja auch keine große Sache, wenn die Zutaten bereit liegen.
  • Interessant war, dass ich Abends auch weniger gegessen habe. Hier griff erneut der Gedanke: “Mensch, jetzt hab ich heute morgen so gesund gelebt- da kann ich jetzt doch nicht zu [füge Lieblings-ungesunden-Snack ein] greifen.
  • Ich fühlte mich bereits nach 3 Tagen schlanker. Ich kam mir um die Mitte rum nicht so aufgebläht vor. Quittiert wurde es von einer Freundin, die mich allen ernstes an Tag 4 fragte, ob ich abgenommen hätte. Jawoll!
  • An Tag 7 habe ich dann mit vollem Genuss in eine Scheibe Brot gebissen. Bewusster und dankbarer als noch ein paar Tage zuvor, als es täglich Brot gab.
  • Ich habe besser geschlafen. Und kürzer. Und war wacher beim Aufstehen.

Ich hätte das alles nicht erwartet. Der Plan war mich mit einer Sache zu disziplinieren. Und daraus auch wieder Motivation für neue Dinge zu schöpfen. Mit all den oben genannten Nebeneffekten hatte ich nicht gerechnet.

green smoothie mit Orange

Mein Fazit zu Green Smoothie:

  • Ich mache weiter!
  • Ich brauche einen besseren Smoothiemixer!
  • Ich werde neue Varianten testen!

Bildnachweis: CC0 Lizenz über Stencil

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